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Der längste Tag des Jahres

// Juli 29th, 2011 // No Comments » // Allgemein

Hallo Crew!

Paar Zeilen zur Langdistanz in Frankfurt zu schreiben ist gar net so einfach. Ich will ja net schon wieder das gleiche schreiben wie damals bei der Halbdistanz in Wiesbaden. Ich will aber auch net bis ins kleinste Detail berichten weil das sehr schnell uninteressant und langweilig wird. Begonnen ernst zu werden hat die ganze Sache bereits Freitag. Da waren Philipp, Jan und ich in Frankfurt zum Racebriefing.Vom Bike-Check-In am Samstag zu berichten wär auch eher nur blabla. Rad halt eingecheckt und danach ins Hotel. Die Devise war am letzten Tag vorm Rennen: Don`t stand when you can sit. Don´t sit when you can lie.

So, jetzt raceday, mal sehen ob ich’s schaff, alles halbwegs nachvollziehbar wiederzugeben.

Ich versuch mich mal kurz zu halten und muss zuallererst Bertel, den alten Statistikfreak, enttäuschen. Kann außer den Daten die ihr eh schon kennt keine weiteren liefern. Hatte keinen Pulsmesser dabei und auch die Uhr hab ich nicht genutzt. Ihr wisst ja: Keep ist simple, alles nach Gefühl. Exakt so wie die gesamte Vorbereitung. Kein Plan, kein Trainer, nur das reine Körpergefühl. In den Körper hineinhören und meinem Gefühl zu vertrauen ist das Rezepte mit dem ich in den letzten Jahren immer gut  gefahren bin. Vielleicht war das diesmal eine zu laxe Einstellung – konnte nämlich bis zuletzt null Spannung aufbauen, fand ums Verrecken keinen Zugang zu diesem Wettkampf. Dabei spukt eine Langdistanz schon seit bald 20 Jahren in meinem Hinterkopf herum. Komisch und irgendwie doof – is aber halt so. Erst am Wettkampfmorgen, 6:00 Uhr, beim Einmarsch in die Wechselzone 1 zum Präparieren des Rades trifft mich mit einem Schlag die Nervosität. Wahrscheinlich hatte ich genau in dieser Zeit, in der letzten Stunde vor dem Start, meinen Peak-Puls:-) Egal, jetzt bin ich endlich drin im Tunnel. Gänsehaut, Vorfreude, Angst…alles dabei. Jan kommt noch kurz vorbei, tief in sich gekehrt. Wir drücken uns die Hand, wünschen uns Glück. Er wird später eine brachiale Leistung abrufen. Ich geh noch kurz rüber zu Philipp. Er hantiert noch am Rad rum, wirkt nicht angespannt, aber doch ein wenig abwesend. Ich mach mir Sorgen um ihn, es ist empfindlich kalt, sehr windig, Dauerregen ist angesagt und Philipp ist halt eher der filigranere Typ. Könnte schwer werden für ihn den Körper auf Temperatur zu halten. Meine letzten Handgriffe laufen in einem tranceähnlichen Zustand ab. Ich werde unruhiger, Philipp plappert vor sich hin. Wir helfen uns gegenseitig in die Neos, marschieren dann zum Schwimmstart. Rechts und links wird der schmale Weg zum See von Zuschauer gesäumt. Du kommst dir vor wie ein Tiger, der in die Manege gelassen wird. Oder ein Gladiator auf dem Weg in die Arena. Okay, saudummer Vergleich aber das sind so die Gedanken die mir in dem Moment durch den Kopf gehen. Eigentlich find ich’s eh spannender, den Wettkampf von der mentalen Seite zu beschreiben. Langdistanztriathlon wie ich ihn am Sonntag kennengelernt hab ist nämlich mindestens genauso viel emotionale Grenzerfahrung wie sportliche / körperliche.  Dann geht’s flott, Startschuss und ich bin unterwegs.

Hier Videos vom Schwimmstart:

Schwimmen war genial. Ich hatte immer freie Bahn, kein einziges Mal das Gefühl aufsteigender Panik und nur einmal kurz  „Feindberührung“ als ich im Wasserschatten schwimmend an Tempo gewann und plötzlich den großen Zeh meines Vorschwimmers  im Mund hatte:-)  Nach 1:13 Stunden spült es mich an Land, ich renn zum Rad und find es nicht! Anscheinend hat mich das Schwimmen doch etwas Körner gekostet. Ich such nämlich die ganze Zeit die Nummer 1473 – dabei hab ich 1743!! Gejuckt hats mich nicht, bei jeder anderen Veranstaltung wär ich aber explodiert! Hab mir weiterhin viel Zeit beim Wechsel gelassen und mich obenrum gut eingepackt. Wie gesagt: schwere Bedingungen da saukalt, viel Wind und Regen. Bei 180 Radkilometern kann dich das schnell umbringen. Deshalb hab ich 2 Minuten extra in der Wechselzone investiert und alles angezogen was ich für den Oberkörper vorsorglich dabei hatte. Eine Investition, die sich im Laufe des Tages unheimlich bezahlt gemacht hat.

Nach 5 Minuten aufm Rad bin ich erneut nass bis auf die Knochen und es beginnt bereits jetzt ganz zaghaft der Kampf mit dem Kopf. Bin ich warm genug angezogen? Die nassen Füße bekomm ich doch im Leben nimmer trocken. Der schweinekalte Wind zieht Energie ohne Ende. Wie soll ich mir die wieder zuführen? Ich kann ja bereits jetzt schon nicht die Powerbars aufreissen weil meine Finger klamm sind! Wie gesagt: Spielt sich viel im Kopf ab. Irgendwann sagst du dir dann aber: „Scheisse Mann, du kannsts eh net ändern. Nimm es einfach an!“ Jo, und das sagst du dir dann ca. 2980 mal auf den 180 Radkilometern.  Ganz schlimm waren die letzten 40 km. Es ging bei üblem Gegenwind auf der Brust zurück nach Frankfurt. Ich war mutterseelenallein. Hatte nix zu gucken um mich rum und eigentlich nur Langeweile. Ich fand den Gegenwind an sich net schlimm. Konnte gut gegen halten. Aber er hat mich halt langsam gemacht und ich wollte jetzt einfach mal runter vom Rad und in die Laufschuhe rein. Dann ca. 10km vorm Wechsel das 2.mal Heartbreak-Hill. Beim ersten Mal kam ich lockerst rüber. Beim zweiten Mal meldet sich ohne Vorwarnung ein Krampf im rechten hinteren Oberschenkel. Wie krieg ich den jetzt bergan wieder weg? Dehnen geht net weil ich dann steh. Wegpedalieren eigentlich auch net. Hab aber keine andere Wahl….“Scheisse Mann, du kannsts net ändern. Nimm es einfach an. Es ist unangenehm aber nimm es einfach an!“. Tatsächlich komm ich nach 6 Stunden 8 Minuten für 180km in T2. Langsamer als erhofft und insgeheim geplant – aber es war wirklich schwer am Ende. Bei meinen Split-zeiten kann man schön sehen, dass ich im vorletzten Sektor nicht mal einen 23er Schnitt fahren konnte. Wisst ihr, wie langsam das ist? Auf einem Zeitfahrrad? Ich schiebs einfach auf den Wind, mit dem triffts auf jeden Fall den Richtigen.

Runter vom Rad und ins Wechelzelt. Schon beim ersten Schritt in Richtung Zelt bin ich schier sprachlos. Wider erwarten renn ich net wie auf Eiern. Es fühlt sich auch net an als wär mein Hüftgelenk ausgekugelt. Ich laufe gefühlt wie eine Gazelle! Geil! Habe im Training kein einziges Mal gekoppelt (also nachm Radsplit noch mal paar Kilometer drüberlaufen) und die Entscheidung war ganz offensichtlich kein Fehler! Gleichzeitig fällt mein Blick auf die Opfer. Da sitzen zig Mann in Rettungsfolien eingewickelt im Zelt. Zitternd wie Espenlaub, blaue Lippen, weiss im Gesicht. Komplett unterkühlt halt. Mir wird jetzt klar, dass sich die 2 Extraminuten in T1 sehr gut verzinst haben. Mir geht’s nämlich eigentlich richtig gut! Auch in T2 nehm ich mir sehr viel Zeit. Die Füße rubbel ich penibel trocken, zieh mir frische trockene Socken an und lass mir von einer netten Helferin die Schuhe insgesamt 3 mal binden bis es sich für mich gut anfühlt. Selber binden geht leider net –  Finger klamm. Und auf ein Schnellschnürsystem hab ich verzichtet weil ich mit dem net so exakt schnüren kann wie ich es für einen Marathon für richtig halt. Dann raus aus dem Zelt, rein ins Dixie und danach endlich rein in den Marathon.

Bis zur Hälfte läufts recht gut. Klar, die Beine tun mit jedem Schritt mehr weh. Auch die Knie melden sich sehr zeitig zu Wort. Aber das sind alles Schmerzen die ich kenn. Die hab ich schon häufiger ausgehalten. Das läuft alles rund soweit. Nahrungsaufnahme ist ebenfalls gottlob völlig unproblematisch. Ich „fress“ alles was man mir reicht :-) Der Magen bleibt ruhig, lässt mich in Ruh. Nach der ersten Laufrunde treff ich Philipp der gerade auf seine erste geht. Wir sprechen kurz, laufen einige Zeit zusammen. Irgendwann haben wir eine unterschiedliche Pace und wir verlieren uns.

Philipp

Dann wird’s langsam immer schwerer. Das Wetter tut sein übriges. Ich weiss net der wievielte Starkregenschauer runterkommt. Ich muss langsam richtig knautschen, hab immer öfter mal richtige Probleme mit der Muskulatur, die Schmerzen nehmen zu und ich bau mental grad rasend schnell ab. Es sind zwar viele Leute an der Strecke die uns echt gut anfeuern – aber ich will Ivy sehen! Stattdessen taucht plötzlich Jörg rechts neben mir auf. Er macht seinen Job als Motivator ausgezeichnet, baut mich gut auf aber Ivy kann er net ersetzen:-) Weiter kämpfen, Schmerzen wegdrücken.

Dann kommt der Moment, der einen Ironman zu einem Ironman macht. Ab Kilometer 36 des Marathons häng ich in den Seilen. Und zwar so gewaltig wie nie zuvor. Zum ersten Mal in meinem Leben trifft mich der häufig zitierte Mann mit dem Hammer. Volle Breitseite, voll mit dem Knüppel in die Beine und voll in den Kopf. Bis zu diesem Zeitpunkt wars hart –  ab jetzt ist es ein Ironman. Ich bin mit einem Schlag platt. Hab jetzt ein richtiges Problem. Die Muskeln versagen total ihren Dienst. Krampfen nur noch. Der Kopf ist nicht mehr da. „Verdammte Scheisse – dieses Mal hast dus übertrieben!“ Ich trotte dahin, es ist kein Laufen mehr. Die Zuschauer hör ich nur noch ganz leise, und ich hör sie mit Hall. Zu den folgenden 5 Kilometern kann ich nix aufschreiben. Ich weiss schlicht nicht mehr, wie ich die zurückgelegt hab. Bin öfters gegangen, glaub ich, aber was mir durch den Kopf gegangen ist außer „Schmerzen“ ? – kann mich nimmer erinnern. Sorry Leute,ich denk jetzt schon 3 Tage drüber nach wie die weiteren Kilometer so waren, ich weiss es echt nimmer. Meine Erinnerung setzt wieder ein auf der Brücke eiserner Steg. Da hab ich plötzlich keinerlei Schmerzen mehr. Ganz offensichtlich ein runners high. Es ist jetzt noch ein knapper Kilometer. Ich fühl mich den Umständen entsprechend  SEHR gut. Mir tut nix mehr weh. Ich bin platt, aber mir tut grad nix mehr weh. Ich versuch die Beine in die Hand zu nehmen und so viele Meter wie möglich zumachen. Wer weiss schon wie lange dieses high andauert. Ich merke, dass mein Kopf wieder da ist. Ich bin kurz vorm Ziel, ich habs nimmer weit, ich krieg das tatsächlich heimgelaufen !! Ich treff noch mal Philipp, der von hinten aufläuft. Wir geben uns die Hand, ich wünsch ihm alles Gute für seine letzten 10 Kilometer, sehe, dass er sich komplett in Plastikfolie eingewickelt hat. Der arme Kerl !! Er kann aber sprechen, schimpft über Wind und Wetter und ich schimpf mit. Er ermahnt mich: Lauf langsam ins Ziel, MACH LANGSAM, genieß den Zielkanal, genieß das Finish.

 Ich bieg in den Zielkanal. Seh Ivy winken und schreien. Versuch zurückzuwinken. Krieg tatsächlich die Hand hoch. Balle die Faust, freu mir ein Loch ins Knie, guck auf die Uhr, bin plötzlich hell wach weil ich registrier dass ich den verdammten Marathon noch unter 4 Stunden ins Ziel bringen kann, gebe Gas, hol mir den letzten Krampf in den Oberschenkel, muss drüber lachen, klatsch die Leute ab und…..überquere die Ziellinie.

Muss ich jetzt zusammenbrechen? Nein, ich nicht.
Drei schnellere Athleten werden per Bahre gerade abtransportiert. Mit
diesem Blick auf die armen Kerle wird mir die Medaille umgehängt. Herzlichen
Glückwunsch! Ich stehe! Ich bin ein Ironman, ein Finischer!
Vor kurzem noch schwer vorstellbar – jetzt Realität! Ich habe Gänsehaut – zum heulen bin ich zu ko. Ich gehe weiter. Viele Fragen: „Wie geht’s? Da ist dieses und da ist jenes, hier werden Fotos gemacht“. Ich versuche, wie ein Ironman zu stehen:-)

Die catcherin (das ist keine Ringerin, sondern medizinisches Fachpersonal das jeden Finisher in Empfang nimmt und sich solange um ihn kümmert bis alles ok zu sein schein) gibt sich Mühe. Hüllt mich in eine wärmende Rettungsdecke und ist froh, dass ich sonst nix brauch. Keine Infusionen, keinen Arzt. Bevor sie mich aus ihrer Obhut entlässt sagt sie einen Satz, der für Außenstehende vermutlich kitschig klinkt. Mir hat er Gänsehaut den Rücken runtergejagt: „Du  - bist –  ein  -  Ironman!! Genieß JETZT den Augenblick!“ Dann ist sie weg – und ich irgendwie allein.

Bisher konnte ich nie nachvollziehen, wie voll austrainierte Männer im Ziel einer Halbdistanz oder auch beim Finish eines Marathons weinend in sich zusammensinken können. Seit Sonntag versteh ich’s, auch wennich selbst zu kaputt dafür war.
Wie ein herrenloser Köter latsche ich jetzt durch den Athlets Garden. Sehe den einen
oder anderen netten Typen – Gratulationen werden ausgetauscht. Ich bin stolz wie Oskar, unglaublich glücklich – und platt wie eine Flunder

 Leider ist es mir nicht ansatzweise möglich, das wieder zu geben, was dir an so einem Tag widerfährt. Unglaubliches Kopfkino!!!!

Habe hier einen link. Guckt ihn euch mal an – vielleicht kommt bisl was rüber von dem, was sich im und am Ziel abspielt.

 Ivy hat gemeint, sie hätte bei jedem Finisher mitheulen können so emotional wäre das gewesen. Wenn man das halt mitverfolgt, Training, unmittelbare Vorbereitung, Wettkampf usw. dann nimmt einen das wohl auch als Zuschauer mit.

 Habe zwischenzeitlich kaum mehr Schmerzen in den Beinen. Bin aber bei der geringsten Anstrengung sofort platt. 30min spazieren gehen – danach bin ich tot. Denke, das braucht 3-4 Wochen, vermutlich eher 5, bis ich soweit regeneriert bin dass man sagen kann: weiter geht’s!

Philipp, ich weiss dass du heimlich hier mitliest! Bitte bitte nimm dir dieses Mal ausreichend Zeit zur Regeneration!!!!! War ein klasse Wochenende, auch wenns hintenraus sauhart war:-) Schreib uns mal auf, wie sich für dich das Ganze angefühlt hat!

Werde in Bälde noch das ein oder andere Foto hier einbauen. Gibt noch ein recht übles Bild hinter der Ziellinie – will ich euch nicht vorenthalten…..

Bis dahin, MAHALO Lulu-Crew:-)

Countdown

// Juli 21st, 2011 // 3 Comments » // Allgemein

Hallo Crew!

Bin gerade auf einen Youtube Clip aufmerkam gemacht worden den ich Euch nicht vorenthalten will. Tolle Musik und schöne Bilder…allerdings von Hawaii:-)   http://www.youtube.com/watch?v=-Q94gSA450w&feature=player_embedded

Gestern kamen die Wettkampfklamotten frisch aus der Druckerei. Zweiteiler und Speedsuit. Sieht klasse aus – Philipp und ich liegen damit stylemäßig schonmal mitten drin in der Weltspitze ;-)   Zum Thema LIVE-SMS : Leider steht in der Ausschreibung ganz klar drin, dass allein schon das Mitführen eines Mobiltelefons zur SOFORTIGEN Disqualifikation führt. Nach meiner Strafbox-Erfahrung in Maxdorf glaub ich daher jetzt kaum, dass ich ein Handy mitnehm. Sorry  Bertel, Frank und Co., aber das  ist mir nun doch etwas zu heikel. A B E R : Man hat mir bei facebbok eine Seite eingerichtet. Klickt doch mal auf Pedros Ironman Livetream hier:http://www.facebook.com/pages/Pedros-Ironman-Livestream/247795951916461?ref=ts

Ivy ist während des Wettkampfs Admin und füttert Euch nun halt auf diesem Wege mit Infos, Bildern, Videoclips und was ihr sonst noch so einfällt. Ivy ist seit Jahren erfahrene Pofizuschauerin und weiss daher genau was gerade abgeht. Da reicht schon ein Blick ins Gesicht oder den Laufstil und sie weiss: Alles OK….Probleme…. große Probleme…. Tod:-)

Bis dahin,

Mahalo, Pedro

FFM Briefing

// Juli 17th, 2011 // No Comments » // Allgemein

Good Morning!

Gestern bei Kaiserwetter tatsächlich auf dem Zeitfahrrad das Überdistanztraining nachgeholt. 190km warens am Ende. Mit dabei ein Vorderraddefekt nach schon 10km und Schleicher auf den letzten 25km. Rad lief rund, Beine auch, die leicht veränderte Sitzposition (Sattel mehr übers Tretlager verschoben -> noch bisl mehr Überhöhung rausgekitzelt) war zwwar ein kleines Wagnis entpuppte sich aber als wahrer Segen. So effizient hab ich noch nie ein Rad bewegt….Klasse.

Hier schon mal ein paar Infos für den interessierten Zuschauer.

Athleten Tracker:http://ironman.com/events/ironman/germany?show=tracker#axzz1SLhEBO00 

Startnummer Pedro: 1743

 Startnummer Philipp: 1208

 Für alle, welche die Faszination Ironman nicht live an den Strecken erleben können, berichtet der Hessische Rundfunk am 24. Juli live von 10.15-16.30 Uhr. Einen ganztägigen Live-Stream von 06.30-22.00 Uhr können Zuschauer auf www.ironman.de verfolgen

Für live smse direkt aus dem Wettkampf bitte kurze mail an p-kn@gmx.de unter Angabe der Handynummer.

Bis die Tage,

Pedro

Teaser – Nachtrag

// Juli 14th, 2011 // No Comments » // Allgemein

Hello again!

Nach Frank`s Post muss ich mich nochmal melden.

Es ist sicher nicht mein Traum nach 10-12 Stunden Sport vollkommen komatös in Ohnmacht zu fallen. Ich vergleich Langdistanz-Triathlon immer gern mit Höhenbergsteigerei. Um einen 8000er zu besteigen musst Du Dich auch über mehrere Jahre seriös vorbereiten. Der Aufstieg an sich ist sicherlich Hochleistungssport – aber in aller erster Linie wohl Abenteuer und Grenzerfahrung. Was zählt ist der Gipfel, bzw. der Weg dahin. So verhält es sich halt auch bei einer Langdistanz – zumindest für mich.

@Frank: Twitter Account hab ich net. Ich schick einfach paar smsen raus während ich aufm Rad sitz. Das sollte funktionieren.

Teaser

// Juli 14th, 2011 // 1 Comment » // Allgemein

Mahalo Lulu-Crew!

Nur noch wenige Tage bis zum Tag der Tage und ich bin einfach nicht in der Lage die notwendige  Spannung aufzubauen. Finde irgendwie keinen richtigen Zugang zu diesem Wettkampf. Ganz eigenartig das Ganze weil dieser Wettkampf über diese Distanz gleichzeitig ein lang gehegter Traum von mir ist. Fragt mal Paco seit wann ich immer wieder mal von sowas philosophier:-) Sind mehr als 10 Jahre….. Habe deshalb im Netz nach “Motivationsvideos” Ausschau gehalten und bin auf folgendne link gestossen. Sehr krass und grenzwertig, macht auch sicherlich nachdenklich,…..aber je öfter ich den Clip anguck desto mehr stellt sich sowas wie ein kribbeln ein. Denke dass ich in den noch verbleibenden 11 (?) Tagen schon noch irgendwie den richtigen Weg in den Tunnel finde.

Also, dann ziehts Euch mal rein. Here we go:

Ironman Frankfurt – Countdown

// Juli 11th, 2011 // 1 Comment » // Allgemein

Hallo Lulus!

Bertel die alte Granate hat mich gestern angemailt und um eine kurze Wasserstandsmeldung bezüglich Ironman Frankfurt gebeten. Mich hat das in dem Augenblick unheimlich motiviert. Da ist jemand, der genau weiss wie viele Tage noch bis D-Day sind und der sich Gedanken drüber macht, ob ich die Form dafür hab. Ich fands klasse, hab direkt die Laufschuhe geschnürt und den letzten langen Lauf runtergerissen. Wobei wir schon bei einem kurzen Überblick übers Training wären.

Ironman-Training an sich ist ultra easy: Umfang, Umfang Umfang in allen drei Disziplinen. Der Teufel steckt aber im Detail. Soviel Zeit, um in allen drei Diszis Umfänge zu kloppen hab ich gar nicht:-) Habs deshalb so gemacht: Im Winter bis einschliesslich März viel Schwimmen und Laufen, etwas Rad. Ab April viel Rad, viel Laufen, etwas bis kaum Schwimmen. Seit Mai nur noch Rad und Laufen, schwimmen komplett diesen beiden Disziplinen geopfert. Seit 4 Wochen hab ich aber kalte Füße was das Schwimmen angeht, deshalb bin ich wieder öfter im Wasser. Allerdings „nur“ im Gegenstrombecken das seit Kurzem bei uns im Laden steht. Maximal 45 min, die aber dafür sehr kraftausdauerlastig. Ich schwimme derzeit nicht schön, nicht effizient….ich komm nur über die Kraft. Das erscheint mir irgendwie sinnvoll, weil beim Massenstart mit 2600 Mann nun wirklich kein Stylepreis zu vergeben ist sondern da musst du dich durchsetzen und zumindest ich bin in so einer Waschmaschine immer recht nah an der Panik – ich schwimm mich immer durch kurze kraftvolle Sprints in Sicherheit. Deshalb nun auch das kraftausdauerlastige Gewalttraining:-)Man wird sehen ob die Rechnung aufgeht. Vielleicht isses schon der Anfang vom Ende, häähä.

Rad ist unspektakulär. 3 richtig lange Fahrten hab ich zusätzlich zum normalen Training gemacht mit bis zu 8 Stunden am Stück im Sattel. Der Experte sagt dazu „Überdistanztraining“, na ja. Ganz beruhigt bin ich aber noch net. Ich hab noch keine richtig lange Fahrt auf dem Zeitfahrrad. Die werd ich am Samstag machen. Ich weiss,  dass das sehr riskant ist. Kann sein, dass mir dann hintenraus die Zeit nimmer langt um zu regenerieren. Wäre dann nämlich nur noch eine gute Woche bis zum D-Day……..

Laufen ähnlich unspektakulär wie Rad. Diesmal keinerlei Bergläufe , nur lange lange Läufe in leicht hügeligem bis flachem Gelände. Kein einziges Tempotraining, auch keine Endbeschleunigung bei den long- joggs. Long-joggs sind bei mir nicht länger als 31,5 km. Meist genau 30km. Dimi hat da bei seiner Vorbereitung auf Berlin glaub ich deutlich mehr gemacht. Ich vertrag das aber leider nicht. Überrascht war ich die letzten beiden Male über den Kilometerschnitt: 4:38min können sich sehen lassen – gestern mit Bertels Motivationsmail im Hinterkopf warens sogar 4:30…..

Beim Equipment keine Experimente. Kein neuer Neo, kein neues Rad, nur der neue Lunaracer, den mir der nette Ingo vom Nike-Aussendienst freundlicher Weise „gespendet“ hat, ersetzt die Mizuno Wave Precisions. Lunaracer von Nike sind ein Traum. Eigentlich typische racing-flats, also leichte Wettkampfschuhe mit geringer bis gar keiner Sprengung, aber so unglaublich bequem dass ich sie für alle Distanzen trag.

Finger weg von ASICS – die haben die Produktion verlagert und unheimlich an Qualität eingebüst. Das Finish der Schuhe ist unter aller Sau. Speziell die Preise für den Kayano im Bereich Stabilschuhe und Nimbus bei den Neutralen ist eine Schweinerei. Für den Laufschuh begeisterten Lulu-Crewler bedeutet das: Alternative zum Kayano: Brooks Trance bzw. Adrenalin oder Nike Zoom Structure. Karhu Fulcrum Stable Ride wär ein Geheimtip genauso wie Saucony Triumph……OBACHT ich schweife ab.:-)

Prognose zum Rennen geb ich diesmal keine ab. Es geht einzig allein ums Ziel. Die finishline ist das Maß aller Dinge. Ganz egal in welcher Zeit. Ich will bei vollem Bewusstein und möglichst gesund aus der Sache rauskommen. Klingt brachial, is aber so:-)

Ihr könnt mich übrigens auf ironmanlive.com das ganze Rennen über tracken. Einfach meine Startnummer eingeben. Außerdem überträgt HR3 das Ganze wieder live von Anfang bis Ende – wenn ich recht informiert bin. Hab sogar vor live vom Rad aus zu berichten um der eventuellen „Einsamkeit“ ein bisschen zu entfliehen. Wer den SMS Service nutzen will gibt mir bitte Bescheid. Ich würd mich freuen, wenn der ein oder andere was zurück SMSen würde….

Werde Euch nächste Woche aber noch mal genauer briefen.

Bis dahin, 

Euer Fan Pedro

PS: Danke Bertel!

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