…Nü hier!

// November 14th, 2009 // Allgemein

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Mit Destination “Dräsdn” (wie der Sachse sagt) startete am frühen Samstag morgen unser Roadtrip. 604 km schnurgerade auf der Autobahn, doch Dank gegenseitiger Bespaßung war es nur ein gefühlter Katzensprung. Wie gut, dass die DB ihre Preise erhöht hat.

Unser Zimmer lag zwar im Ghetto und “Matratze” ist ein weit dehnbarer Begriff, aber schlafen kann man schließlich auch daheim. Dafür trennte uns ein nur 5 minütiger Panoramafußweg entlang der Elbe von der touristenüberschwemmten Altstadt, die natürlich auch die obligatorischen, fotografierenden Asiaten beherbergte.

Auch wir sogen bei einem umfassenden Sightseeing die Fülle an Informationen über Dresdner Kultur, Deutsche- und Stadtgeschichte bzw. Kriegserlebnisse und das deutsch-deutsche Verhältnis auf. Vor Allem suchten wir Antworten auf unsere immer länger werdende Fragenliste, die letztendlich auch die trümmerbegeisterte Hälfte der Ausflugsgesellschaft befriedigen konnten.

Bertels bewährtes System “Taxifahrer wissen alles!” half uns bei der Abarbeitung und vor allem bei der Fahndung nach dem besten Dresdner Stollen, der “Nü hier!” (in der Altstadt) zu kriegen ist, sondern eher außerhalb, wo sich die Preispolitik an der Finanzkrise orientiert und ein 750 g Stollen tatsächlich weniger als 21,90 € kostet. Von Erlebnisgastronomie á là Mittelalter bis hin zu Bertels ersten Schritten zum Doktortitel in Kunstinterpretation ließen wir nichts aus.

Ein wichtiger Programmpunkt war der Besuch des durch die Flut verwüsteten Hornbach Dresden, den wir in Bundeswehrmanier inspizierten und stolz die leidenschaftliche Hilfsbereitschaft der Bornheimer lobten.

Unser Resumeé also: Dresden ist eine bemerkenswerte, aufstrebende Stadt, in der Trümmer neben Einkaufzentren stehen und die Menschen vermutlich die freundlichsten Deutschen sind – kurzum für jeden einen Besuch wert… zumindest in der richtigen Gesellschaft!

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