Osman und Atatürk’s Rückkehr

// September 26th, 2007 // Allgemein

Iyi aksamlar!

wie spannend, mein erster Eintrag auf der Startseite! Für Bilder einzufügen bin ich allerdings noch nicht qualifiziert genug. Dei beiden Istanbuler sind wieder wohlauf in Deutschland gelandet, und froh, mal wieder was anderes außer Döner, Köfke oder Ufra zu essen.

Zuhause ist es eben immer noch am Schönsten. Man muss sich wirklich mal vorstellen, dass man in einer 20 Mio. Metropole nichtmal ein Lewwerworschdebrot bekommt. Samstags ging’s nach ziemlich vielen Moscheen mal wieder in einen Straßenimbiss, und nach 5 Köfke (diese Stifte, ihr wisst schon wie man die bei uns nennt!) auf zu einer Shoppingtour durch den Grand Bazaar. Glücklicherweise ist uns kein Gaucho gefolgt der uns uritschinell Tekstils verkaufen wollte. Mit der Metro ging’s danach nach Taksim, der pulsierensten Strasse in Istanbul…wenn man sich an das Blütenfest vor 10 Jahren erinnert, nur dass die Terresienstrasse bis nach Neustadt geht, dann kommt das dem ziemlich nahe. In einer gemütlichen Seitengasse endlich das erste Bier. Die nächsten mussten auch nicht lange auf sich warten lassen. Wie des Öfteren ging’s dann leicht betüdelt zum Dinner in den Galata Tower. Dort erwartete uns ein Rahmenprogramm, das in der ganzen Türkei seines Gleichen sucht. Es ging gemütlich los mit Bauchtanz und Messerwerfer, dann kam der türkische Frank Sinatra, der zu jeder anwesenden Nationalität ein Lied zum Besten gab. Ok, bei der Mongolei musste er passen. Beim Anblick dieser Ladesfahne kam nur ein entsetztes “What the hell is this!”Die Rückfahrt zum Hotel war dann noch der Hammer. In der Frontscheibe des Taxis hing ein großes “D”, was eigentlich für Deutschland steht. Vielleicht steht es in der Türkei für “Dolscho” oder sowas. An eine Konversation war quasi nicht zu denken, nach der Frage was er wohl von Kalli Feldkamp hält kam lediglich ein “Ooohhh Feldkamp” nach der zweiten Frage wer wohl türkischer Meister wird kam nur “Deutschland”?!?!. Der Grund war schnell klar, wir passierten gerade das deutsche Konsulat.Leider hat Osman das reichhaltige Essen nicht so gut verkraftet und hatte nachts noch Besuch vom flotten Ottoman (kleines Wortspiel). Dieser fiese Virus hat ihn auch den Sonntag aus der Bahn geworfen. So konnte er wenigstens mal testen wie sich der Ramadan anfühlt… Mein Magen, der die Robustheit eines Schäferhundmagens besitzt, machte dann schließlich sonntags nach einem reichhaltigen Dinner die Grätsche. Osman musste mit einer Cola sabbernd daneben sitzen.

Montags wurden wir zu einer Betriebsbesichtigung zu Onur’s Firma eingeladen. Mir war nicht bekannt, dass es in Europa möglich ist, mit Adiletten und kurzen Hosen an einer Drehbank zu arbeiten. Die Füße waren auch nicht mehr die saubersten mit dem ganzen Öl und Dreck. Nach einem Gespräch mit dem Firmeninhaber (in Deutsch!) ging es dann zum gemütlichen Ausklang der Reise mit einer leckeren Dorade und etlichen Drollbieren bis alle Bosporus Dollars aufgebraucht waren.

Eyvallah!

Osman und Atatürk

PS.:Endlich wieder vernünftige Buchstaben!

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