Good morning Vietnam…..äh Rheinzabern
// Februar 11th, 2008 // No Comments » // Allgemein, Sport
Servus Lulu-Crew!
Ist mal wieder ein Eintrag fällig. Wie angekündigt hab ich letzte Woche deutlich rausgenommen. 3 mal Schwimmen, einmal Radfahren, das war alles. Die Beine wollt ich locker bekommen, Kraft sammeln und dann am Sonntag in Rheinzabern (wenigstens ansatzweise) versuchen in die Nähe der magischen 1:15 Stunden von Bertel zu kommen:-) Geklappt hats natürlich nicht, noch nicht mal mein selbstgestecktes Ziel von 1:20 Stunden das ich eigentlich für machbar hielt hab ich erreicht
Worans lag, keine Ahnung. 4min/km hab ich normalerweise locker drauf. Diesesmal aber ums verrecken nicht. Lediglich der erste Kilometer ging mit 3:58min wie geplant durch, dann hat sich mein Tempo bei konstanten 4:11min/km eingependelt und ich war nicht in der Lage draufzudrücken. Vermutlich einen rabenschwarzen Tag erwischt. Hier kann ich direkt den von Zebber wunderbar in den Raum geflankten Ball aufnehmen, ein bisschen vor der gegnerischen Abwehr herumdribbeln, und sagen: es war sicherlich irgendwo ein Kopfding. Wenn du merkst, dein Plan funktioniert nicht, fängst du an zu rechnen. Du rechnest deine Kilometerzeiten hoch, spekulierst auf die zu erwartende Endzeit. Grübelst darüber, ob vielleicht doch noch irgendwann die Beine aufgehen und du die verlorene Zeit hintenraus nochmal gutmachen kannst. Kurzum: Du machst dir einen Haufen negativer Gedanken. Nicht gut sowas, gar nicht gut. Wenns läuft, und es richtig flowt, dann hast du extremsten Spass dich zu quälen. Schwer zu beschreiben sowas aber dann wird der Schmerz wirklich dein Freund. Du denkst positiv, schliesslich hast du jeden einzelnen Kilometer ein positives feedback wenn du auf die Uhr guckst und feststellst du liegst evtl sogar leicht vor deinem Plan.Wenn aber die Beine nicht aufgehen, sondern fett zumachen und dich plötzlich Läufer überholen, die doppelt so alt sind wie du und du trotzdem nix entgegen setzen kannst obwohl du spürst, dass du “organisch”, also vom Herz/-Kreislauf her locker noch nicht am Limit bist, dann ist das natürlich ganz ganz schlecht für den Kopf. Der limitierende Faktor war wohl die Muskulatur. Der Pulsmesser sagt, ich war im Durchnschnitt mit 88% belastet. Das bestätigt mein Gefühl. Aber seis drum, halb so wild. Letzlich hab ich vermutlich zu wenig Respekt vor der Distanz gehabt, hab teures Lehrgeld insbesondere auf den letzten beiden Kilometern bezahlt und hab wichtige Erfahrung gesammelt im Hinblick auf Wiesbaden. Achso, zurück zumKopf: es ist ein verdammt starkes Gefühl zu wissen, das an der Strecke Leute stehen, die mich sehen wollen! Ich verneige mich deshalb nochmal vor Euch!!
Hier noch schnell ein paar Daten die mir der Laufcomputer ausgespuckt hat:
Endzeit: 01:24:22 Stunden
Maximale Herzfrequenz: 186 bpm (=93%)
Durchschnittliche Herzfrequenz: 176 bpm (=88%)
Verbrannte Kalorien: 1265 kcal
Durchnittgeschwindigkeit: 4:11min/km
Schnellster Kilometer: 3:58min
Langsamster Kilometer : 4:35min ( scheissverdammter Kilometer 19)
Alles in allem bin ich aber doch zufrieden. Wenn erstmal wieder richtiges Tempotraining gemacht wird und im Stadion die Laufbahn zum Schmelzen gebracht wird, dann sind Bertels 1:15 zu knacken. Bertel, alter Schleifer, Du hast meinenm Ehrgeiz voll entfacht!!
Kurzer schneller Ausblick auf die nächsten 2 Wochen:
Heute frei, Dienstag schwimmen, Mittwoch kurz Rad oder frei, Donnerstag schwimmen, Freitag kurzer lockerer Lauf oder kurz Rad, Samstag noch einen kurzen Lauf und dann eine Woche zur Regeneration in den Skiurlaub!!!
Adios, Euer Fan Pedro