Canyoning und Rafting in Österreich
// August 18th, 2008 // 3 Comments » // Allgemein
Hallo zusammen, hier wie versprochen der Bericht vom abartig geilen Lulu-Crew-Wochenende in den Österreicher Alpen.
Freitagmorgen 10 Uhr fuhren Frank und Steph schon mal als Vorboten voraus und wegen Business verhindert, folgten Zebber, Andreas D. und Ich ab 14Uhr in das etwa 470km entfernte Ötz. Das Wetter, was uns dort empfing, war grauenhaft. Es regnete wie aus Kübeln und wir machten uns schon sorgen ob das Ganze bei diesen Wassermassen überhaupt stattfinden kann.
Aber die Frau bei „Wiggi-Rafting“ gab sofort Entwarnung, das wäre absolut kein Problem. Da nun unsere zwei Vorboten alles im Vorfeld schon wunderbar abgeklärt hatten, konnten wir abends um acht unsere Pension beziehen.
Am nächsten Morgen beim Frühstück machten wir dann gleich mit einer Reisegruppe aus Billigheim-Ingenheim Bekanntschaft, die den Tag mit Rieslingschorle.
Ich denke da war Mut antrinken angesagt!?
Um neun Uhr war Treffpunkt zum ersten Teil unseres Abenteuers, „Canoning“.
Also rein in die hautengen und noch klatsch nassen Neo-Anzüge und per Bus hoch hinauf auf fast 1500m. Da standen wir nun auf einer Brücke, von der wir uns rückwärts in eine, geschätzte 15m tiefe, Schlucht abseilen sollen. Die Blicke der Crewmitglieder sagten alles: Da sollen wir runter?? Meine Güte war das hoch! Und unten eine reisender Gebirgsbach. Also anseilen, ganz locker über das Geländer schwingen, leicht zurücklegen und…. O Gott, nur nicht runter gucken!!
Werner, unser Guide, der das wohl zum 1000mal machte, meinte nur, locker zurück lehnen und mal die Hände weg vom seil. Zebber probierte das auch mal kurz, aber sicher fühlte er sich da nicht dabei. Da Werner vom Zebber wohl mehr Mut erwartet hatte, ließ er ihn zur Strafe mal gleich in den Fluten abtauchen!;-)
Ok, erste große Hürde überstanden! Aber es ging weiter mit Abseilen, Rutschen,Springen und Schwimmen und das alles in einem Arsch kalten(ca8Grad) Wassers. Einmal blieb uns allen, vor allem Steph, der Atem stehen. Nach einer langen Felsrutsche sollte man unten nach rechts raus schwimmen, was aber Steph leider nicht gelang. Ein Strudel zog sie immer wieder nach unten, bis sie schließlich halt an einem Felsen bekam.
Zebber wollte sie befreien, wurde aber sofort vom Guide zurück gepfiffen.![]()
Zu gefährlich!!
Also machte sich der Guide selbst hinterm Wasserfall auf zur Rettung.
PPffff, Glück gehabt!!
Eine herzliche Umarmung von Frank brachte dann auch wieder Farbe in Steph´s Gesicht.
Und so kämpften wir uns Schlucht für Schlucht ins Tal.
Endlich unten und total froh alles recht gut überstanden zu haben, wurden wir wieder zur Rafting Base zurück gebracht. Nach einer warmen Dusche, einem leckeren Barbecue und 2 „Hellen“ sind wir dann noch rauf zum Rettenbach Gletscher in Sölden. Schon cool was man da für 16 Euro pro Auto geboten bekommt:
2800 Meter hoch, ewiges Eis, etwas Neuschnee und absolut nix zu trinken/essen.
In Ötz haben wir dann aber doch noch was zu Essen gefunden und einen Geilen Tag ausklingen lassen.
Sonntag!
Was steht heute auf dem Programm?? „Rafting“ auf dem alpinen Gebirgsfluss Inn.
Fun und Abenteuer in einem! ![]()
Also wieder in die Neo-Anzüge rein,(auch wenn er mittlerweile etwas spannte) und mit dem Bus zum Fluss.
Unser Guide Hubi macht mit uns noch ein paar Trockenübungen am Ufer und schon gings los. Er erklärte ein paar Kommandos wie z.B. Tiquilla, die nicht zum trinken auffordern sollten, sondern rücklings vom boot ins Wasser einzutauchen. Und so meisterten wir Welle für Welle und hatten einen riesen Spaß!:-)
Nach unserem obligatorischen Ablusshefeweizen, mussten sich leider Frank und Steph auf die Heimreise machen. Zebber, Andreas D. und ich haben uns entschieden noch ne Mountainbiketour dran zu hängen und noch zwei Tage zu bleiben.
Gesagt getan. Am Montag gingen wir dann zu “ Feel-Free“ und liehen uns drei Mountainbikes um ne ziemlich anstrengende schwarze Strecke Richtung Gipfel in Angriff zu nehmen (von 820 auf 2060meter). Der in der Pension meinte noch: „Do hoabts woas vor!!?“ Und er hatte recht! Wir sind stellenweise die schwarze Ski-Piste gefahren, aber bergauf! Anfangs war es noch asphaltiert und oben wo wir eh schon „blau“ waren kam dann ein Schotterweg mit schätzungsweise 12-15% Steigung. Die Zunge hing am Boden. doch in weiter ferne war sie schon zu sehen, die Kühtaihalm.
Nach den ganzen Strapazen hatten wir uns ne deftige Bretteljause und ein gutes Paulaner Hefeweizen redlich verdient!
Trotz dieser harten Anstrengung hat es ein riesen Spaß gemacht und ich bin froh euch alle zu kennen und ein Mitglied dieser Crew zu sein. Denn das was wir hier machen ist echt einmalig und darauf können wir richtig stolz sein!!!!
Freu mich schon auf unser nächstes Event!
Gruß euer Berte